reisenzeigen --- HOMEPAGE   INFO 
  Startseite 
      31116 Bilder   2264 Berichte
   

 
  THEMEN
ABENTEUER
KLETTERN
MOTORRAD
PROMIS
RADFAHREN
RAUMFAHRT
SAFARIS
STRÄNDE
STÄDTE
TSUNAMIspezial
TAUCHEN
TIERE
VIDEOS
WANDERN
WELTREISE
WINTER / SKI
WITZIGE BILDER
  SERVICE
aktuelle Nachrichten


Anpacken statt zusehen: Ein persönlicher Bericht und Bilder von Jan Hofer, Chefsprecher der ARD Tagesschau - unterwegs im Sudan, Darfur mit dem Deutschen Roten Kreuz. Fotos aus Khartum, Darfur, dem Flüchtlingslager As Salaam, Abu Shok, El Fasher., Reiseberichte, Fotos, Bilder, Reiseinformation, Reisetipps weltweit. Schreiben Sie Ihren Reisebericht. Zeigen Sie Fotos und Bilder online. Reiseerfahrung mit anderen teilen!
  Aktuelle Reiseberichte   mehr...alle Bilder | keine Bilder | alle Berichte dieses Autors 
Bild Nr. 22798 - 374 mal gesehen.Bild Nr. 22799 - 243 mal gesehen.Bild Nr. 22800 - 204 mal gesehen.Bild Nr. 22801 - 192 mal gesehen.Bild Nr. 22802 - 465 mal gesehen.Bild Nr. 22803 - 211 mal gesehen.
 Bilder zurück  Fotos   

Bilder: Hilfe für Darfur, Sudan - Jan Hofer mit DRK unterwegs

El Fasher in Darfur

Dienstag, 21. Juni 2005


06:30 Uhr Abflug nach El Fasher in Darfur . Dort unterhält das DRK zwei Krankenstationen. Eines im Abu Shouk Camp und das zweite in dem neu erbauten Al Salam Camp. Nach unserer Ankunft geht es sofort nach Al Salam. Dabei führt uns unser Weg durch die Stadt El Fasher. Die Straßen sind so schlecht, dass man permanent durchgeschüttelt wird und um den Zustand seiner Wirbelsäule fürchten muss. In der Stadt eine Kolonne von fünf DRK Lastwagen, die zum Tanken an einer Zapfsäule anstehen. Es ist viel sudanesischen Militär zu sehen, auch die Vereinten Nationen und die African Union sind präsent. Am Stadtrand wieder die schon aus Karthum bekannten Armenviertel. El Fasher hat ca. 200.000 Einwohner und in den Flüchtlingslagern leben nochmals ca. 85.000 Menschen.



Dienstag, 21. Juni 2005


Ein blonder Engel des DRK begrüßt uns mit einem strahlenden Lachen und erzählt, wie sehr sich die Mitarbeiter darüber freuen, dass Dr. Seiters und Jan Hofer sich ihre Arbeit ansehen wollen und wie wichtig dies für die Motivation aller ist. Sie erzählt von der großen Angst, wenn die Regenzeit kommt und das ganze Lager von Malaria bedroht ist. Wenn sich die vereinzelten Schutzmauern vor den Zelten, aus Lehm, durch den Regen auflösen, sich in allen kleineren und größeren Kuhlen Wasserpfützen und kleine Seen bilden. Die ideale Brutstätte für Malaria-Mücken. Die Klinik im El Salam Camp ist erst vor kurzem fertig gestellt worden und besteht aus verschiedenen Zelten. In der Mitte der Krankenstation unter einem Strohdach sitzen Kinder, Frauen und ein paar Männer. Sie wirken erschöpft und traurig und warten darauf, dass ihnen von den Ärzten und Schwestern geholfen wird. Ständig versuchen sie, die Fliegen zu vertreiben, die sich immer wieder auf Gesicht und Körper setzen. Ein langer Weg in die Sicherheit des Lagers liegt hinter ihnen. Viele haben Mitglieder ihrer Familie verloren und den Rest ihres Hab und Guts an Straßenräuber herausgeben müssen. Fast jeder, der das Lager erreicht, kann gerade sein Leben, sonst nichts, retten. Jedes Zelt in der Klinik hat seine eigene Funktion. Es gibt eine Annahmestelle, eine Apotheke, ein Labor, ein Behandlungszelt, ein Zelt mit Betten für die Patienten, die in der Station bleiben müssen und ein Zelt für Schwangere. Es ist erstaunlich wie gut die Mitarbeiter des DRK unter größten persönlichen Entbehrungen ein funktionierendes Gesundheitssystem aufgebaut haben. Alles für unsere Begriffe mehr als einfach eingerichtet und mit europäischen Standards in keiner Weise zu vergleichen, aber die Flüchtlinge können mit dem nötigsten versorgt werden.



Dienstag, 21. Juni 2005 -02


Zum Abschluss unseres Besuchs pflanzen Dr. Seiters und Jan Hofer noch einen Baum in der Krankenstation und am Eingang der Krankenstation. Weiter geht es zur Anmeldestelle, die belagert ist von hunderten Ankömmlingen aus den Krisengebeiten, die sich nun registrieren lassen. Man sieht sofort den Unterschied zwischen den „Neuen“ und den Menschen, die bereits im Camp leben. Man spürt ihre Unsicherheit und wie erschöpft sie von ihrer tagelangen Flucht und den Entbehrungen sind. Unvorstellbares liegt hinter ihnen.





Hilfe für Darfur
Flüchtlingslager Dar es Salam
Abu Shouk Camp
Sudan droht Hungersnot
Bookmark and Share  
Autor: Jan Hofer
erstellt: 27.01.2007
gelesen: 8337 mal
Stichworte: Sudan, Khartum, Darfur, Flüchtlingslager As Salaam, Abu Shok, El Fasher, Promis, Spenden
Seite generiert in 0.08sec     © www.reisenzeigen.de